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Im Jahr 2009 hat das weltweite Prämienvolumen in der Versicherungsbranche
inflationsbereinigt um 1,1% abgenommen. Während die Prämien im Lebengeschäft um 2%
zurückgingen, stagnierten die Nichtlebenprämien.
Die Schwellenländer verzeichneten ein weiterhin positives, wenn auch langsameres
Prämienwachstum. Profitabilität und Kapitalausstattung der Versicherer verbesserten sich
deutlich, erreichten jedoch nicht den Stand von vor der Krise. Dies zeigt die heute
publizierte sigma-Studie «Assekuranz Global 2009» von Swiss Re.
In den meisten Ländern stiegen die Prämieneinnahmen im Jahr 2009 stärker als das
Bruttoinlandprodukt (BIP), was für die Robustheit der Versicherungsbranche spricht.
Parallel zur Erholung an den Aktien- und Kreditmärkten verbesserten sich die
Profitabilität und die Kapitalbasis der Versicherer. Das Prämienwachstum dürfte 2010
insgesamt positiv sein. Ebenso werden sich die Profitabilität und die Kapitalausstattung
aller Wahrscheinlichkeit nach weiter verbessern.
Lebensversicherungsprämien weltweit um 2% gesunken– deutliche regionale Unterschiede
Die Lebensversicherungsprämien gingen 2009 weltweit um 2% auf 2 332 Mrd. USD
zurück. Am stärksten betroffen waren die Lebensversicherungsmärkte in den USA und in
Grossbritannien. Hier wurde der Absatz fondsgebundener Produkte besonders im ersten
Halbjahr 2009 stark von der Finanzkrise beeinträchtigt. Daniel Staib, Mitautor der neuen
sigma-Studie, erklärte: «Trotz des weltweit leichten allgemeinen Rückgangs bei den
Lebensversicherungsprämien verbesserte sich das Lebengeschäft in Italien, Deutschland
und Frankreich. In diesen Ländern nahm der Verkauf von traditionellen
Lebensversicherungen mit Renditegarantie zu.
Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und der ungewissen Entwicklung an den Finanzmärkten
stiegen diese Produkte wieder in der Gunst der Kunden, besonders im Vergleich zu
Bankprodukten.» In den Schwellenländern nahmen die Lebensversicherungsprämien um 3,4%
zu. Das stärkste Wachstum verzeichneten Süd- und Ostasien, angeführt von China und
Indien, mit 10%. Auch in Lateinamerika und den Karibikstaaten war bei den Lebenprämien
ein solides Wachstum von 7,8% zu beobachten. In Brasilien entwickelte sich das
Lebengeschäft besonders gut, da der Markt von der steigenden Nachfrage nach dem
fondsgebundenen Sparprodukt VGBL (Vida Gerador de Beneficios Livre) profitierte.
Stagnation der Nichtlebenprämien
Das Nichtlebengeschäft war von der globalen Rezession kaum betroffen. Die Prämien
verzeichneten 2009 nur einen leichten Rückgang um 0,1% auf 1 735 Mrd. USD, und dies
hauptsächlich wegen der stockenden Nachfrage nach Versicherungsdeckung und der
nachgebenden Prämiensätze. Staib sagte dazu: «Obgleich die niedrigeren Preise die
Profitabilität des Nichtlebengeschäfts 2009 beeinträchtigten, war dank der Erholung der
Kredit- und Aktienmärkte gegenüber 2008 eine Verbesserung festzustellen.»
In den USA, in Grossbritannien und Japan sanken die Nichtlebenprämien, während sie in
den Schwellenmärkten anstiegen. In China wuchsen die Prämien im Nichtlebensektor um 19%.
«Angesichts des widrigen wirtschaftlichen Umfelds im vergangenen Jahr sind die stabile
Prämienentwicklung wie auch die sich erholende Profitabilität und Kapitalausstattung als
Erfolg zu werten. Bedenken bereiten jedoch die tendenziell schwächeren
versicherungstechnischen Ergebnisse», so Staib. Die Studie von Swiss Re zeigt, dass die
technischen Ergebnisse 2009 in acht wichtigen Märkten (auf die 70% des globalen
Prämienvolumens entfallen) in den negativen Bereich gedreht haben. Dies trotz der
geringeren Naturkatastrophenschäden und weniger Verlusten im Zusammenhang mit dem
USFinanzgarantiegeschäft.
Ausblick: Erholung setzt sich 2010 fort
Im Zuge der anhaltenden Erholung der globalen Wirtschaft dürften auch die Prämien
ansteigen. Staib sagte:«Das Gesamtprämienwachstum dürfte 2010 positiv ausfallen.
Profitabilität und Kapitalausstattung der Versicherer werden sich ebenfalls verbessern.
Von dieser Entwicklung wird insbesondere das Lebensversicherungsgeschäft profitieren.»
Gemäss Staib dürfte auch das zuletzt schwer angeschlagene Geschäft mit fondsgebundenen
Policen wieder deutlich zulegen – falls sich die Finanzmärkte weiter erholen.
Langfristig wiederum wird die Lebenbranche von der alternden Gesellschaft profitieren,
da die Nachfrage nach Pensions-, Invaliditäts-, Critical-Illness- und
Pflegeversicherungen stark zunehmen wird. Zudem ist zu erwarten, dass auch das
Nichtlebengeschäft in den Industrieländern wieder an Fahrt gewinnen wird. Daniel Staib
fasste zusammen: «Angesichts des harten Wettbewerbs unter den Versicherern dürfte es
schwierig werden, die Profitabilität wesentlich zu steigern.
In diesem Jahr haben sich bereits mehrere Naturkatastrophen mit grossen Schadenfolgen
ereignet, die sich auf die versicherungstechnischen Ergebnisse auswirken werden. Neben
einem Anstieg der Prämiensätze braucht es vor allem höhere Zinsen, damit das
Nichtlebengeschäft der Erstversicherer mittelfristig wieder zu einem adäquaten
Profitabilitätsniveau zurückfindet.»
Kontakt
Swiss Re
Daniel Staib
Zürich
Telefon 043 285 38 89
Fax 043 282 00 75
sigma@swissre.com
www.swissre.com
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